SG Dietesheim/Mühlheim 34:26 TSV Klein Auheim

Mit dem TSV Klein Auheim stand der 1. Herrenmannschaft der Tabellenvorletzte der BOL gegenüber, der immer noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Wenn Ablenkung belebend ist, dann heißt sie Anregung.
Als zusätzliches Rahmenprogramm gab es die Wurfmessmaschine des Hanauer Anzeigers. Und als kurz vor dem Anpfiff die eigenen Spieler zur Messung antraten und somit kein gewohnten Ablauf vor Spielbeginn stattfand, ahnte Trainer Jörg Lampe wohl bereits, dass das Spiel etwas holprig beginnen würde. Zumal beim letzten Wurfversuch Johannes „Rose“ Roesler aus 7m nicht das Tor traf, dafür aber die Maschine kaputt machte.

Schnell lag die SG mit 0:3 im Hintertreffen (7.min). Gerade das Spiel zwischen Stefan Schwab und dem Kreisläufer konnte nicht unterbunden werden und schlechte Würfe, als auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zwangen die Bank frühzeitig eine Auszeit zu nehmen (10.min).

Besser wurde es danach nur bedingt. Immer wieder gab es Zeitstrafen, die den Spielfluss unterbrachen. Erst ab der 22. Minute beim Stand von 10:12 konnte sich das individuell bessere Spiel der Heimmannschaft durchsetzen, so dass beim Stand von 18:14 die Pausenglocke geläutet wurde.

Wer nun gedacht hatte, dass man jetzt binnen kürzester Zeit den Sack zumachen würde, musste sich leider getäuscht sehen. Nach 5 Minuten der 2. Hälfte hatte der TSV den Ausgleich erzielt und es blieb bis zur 40. Minute spannend (21:20). Danach wurde das Deckungssystem umgestellt, was zu mehr Ballgewinnen und schlechteren Wurfmöglichkeiten Auheims führte. Zusätzlich hielt ein gut aufgelegter Tom Waldschmidt den einen oder anderen Hundertprozentigen, woraufhin innerhalb von 5 Minuten das Spiel entschieden wurde (26:20).

Danach wurde durchgewechselt und auch Youngster Justin Kiehl erhielt seine Spielanteile, ohne jedoch seinen Einstand in der BOL mit einem Torerfolg belohnen zu dürfen. Letztendlich stand ein standesgemäßes Ergebnis auf der Anzeigetafel. 34:26.

Trainer Jörg Lampe: „Ich muss eingestehen, dass auch ich das Spiel bereits vorher als gewonnen gesehen und mir eigentlich nur Gedanken über die Höhe und den anschließenden Grillabend gemacht habe. Was kann ich da von meiner Mannschaft erwarten. Diese Motivations- und Aufmerksamkeitsprobleme werden wir gegen den OFC als nächsten Gegner sicherlich nicht haben dürfen, denn dann werden wir aus der Halle geschossen. Die immer noch vorhanden Abstimmungsprobleme und der fehlender Feinschliff werden uns weiter beschäftigen. Ich freue mich auf jeden Fall bereits jetzt schon auf eine komplette Saisonvorbereitung mit dieser Truppe. Es gibt eine tolle Mischung aus gestandenen und jungen Spielern und ein gutes Umfeld. Für dieses Spiel möchte ich mich bei Kurt Mrosinsky bedanken, der hervorragend Lothar Schumacher als Betreuer vertreten hat.“

Zwei Fragen an Nico Werner

Wie schätzt Du die eigene Leistung ein?

„In der Abwehr eine gute und solide Leistung die Stabilität verliehen hat, nachdem die ersten
20minuten dies nicht waren. Im Angriff war die Leistung durchschnittlich“.

Was ist Dein Resümee der fast abgeschlossenen Saison?

„Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Auf Grund der vielen Fehlzeiten von Spielern im Training und Spiel und dazu noch einige Verletzungen war es schwierig Konstanz zu erlangen.
Ein möglicher 5. Platz am Ende ist denke ich einigermaßen Schadensbegrenzung. Definitiv sind wir unter den Möglichkeiten geblieben aber dafür ist die Stimmung in der Mannschaft wieder besser geworden. Jüngere Spieler kommen zu uns dazu und werden integriert. Und während und nach den Heimspiele sind viele Kinder in der Halle. Dadurch ist die Begeisterung größer geworden, auch bedingt durch den attraktiveren Handball, den wir spielen“.

Waldschmidt
Spriestersbach
Werner 9 (2/2)
Vogel 6 (1/2)
Fritz 5
Baier 4
Brehm 3
Pfeffernuss 3
Roesler 2
Plitzko 2
Mrosinsky
Kellermann
Kiehl
Foto: © Handball Gala
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